Kollagenosen gehören zu den entzündlich-rheumatischen Systemerkrankungen. Zwar haben fast alle Kollagenose-Patienten auch rheumatische Beschwerden. Aber ähnlich den Vaskulitiden steht hier die Beteiligung innerer Organe im Vordergrund; dies bestimmt Therapie und Prognose. Der Begriffe „Kollagenose“ (Kollagen=Bindegewebe) stammt von Klemperer in der Annahme, dass in erster Linie das Bindegewebe der Blutgefäße erkrankt sei. Man zählt heute vier Haupterkrankungen zu den Kollagenosen, wobei im klinischen Alltag sehr häufig Überlappungen zwischen den vier Erkrankungen vorkommen.

Diesen Erkrankungen gemeinsam ist das Auftreten von Autoantikörpern im Blut gegen Bestandteile von Zellkernen (ANA = antinukleäre Antikörper). Aufgrund dieses Phänomens zählen die Kollagenosen zu den Autoimmunerkrankungen. Ursache ist eine Störung des Immunsystems, die dazu führt, dass der Körper Abwehrstoffe gegen körpereigene Bestandteile bildet; dies kann zu Entzündungen in fast allen Organen führen. Aber: Der Nachweis von ANA im Blut bedeutet keinesfalls zwangsläufig die Diagnose „Kollagenose“, denn ANA findet man auch im Blut bei vielen anderen Krankheiten und sogar bei ganz Gesunden.

 

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